Farben bei Elektrokabeln für welche Polarität?

Elektrokabel, wie sie zum Gebrauch von Wechselstrom im Haus üblich sind, besitzen heute eine einheitliche und einprägsame Farbgebung, die sich leicht merken lässt. Das heißt aber nicht, dass sie in der Praxis immer beachtet wird! Das meist benutzte dreiadrige Kabel verwendet für den Strom führenden Außenleiter mit der Kennzeichnung „L“ wie Last oder Phase die Farbe braun oder schwarz. Dabei ist es einerlei, ob es sich um starres oder elastisches Kabel handelt. Diese Farbe ist also immer mit besonderer Vorsicht zu genießen.

Die Farbe Blau steht für den Neutralleiter mit der Kennzeichnung „N“ wie Null, der den Strom vom Verbraucher wieder ins Netz zurück leitet. Zumindest besitzt er diese Funktion in fest verlegten Leitungen. Da aber Stecker bei elektrischen Geräten um 180 Grad gedreht verwendet werden können, können auch die Polungen der beiden Außenleiter wechseln. (Außenleiter deshalb, weil sie vom E-Werk kommen. „Erde“ wird dem Hausfundament entnommen)

Verlässlich dagegen ist die gelbgrüne Ader der Leitungen. Bei ihr handelt es sich immer um den Schutzleiter oder die Erde, die vor Stromunfällen schützen soll. In alten Anlagen steht übrigens schwarz für die Phase „L“, grau für „N“ und rot für die Erde.

Bei einem Elektrokabel mit fünf Adern, wie es bei Drehstrom oder komplizierten Schaltungen üblich ist, gibt es drei Strom führende Phasen, nämlich braun, grau und schwarz. Außerdem wieder den blauen Neutralleiter und die gelbgrüne Erde.

Wie eingangs erwähnt, besteht bei nicht sachgemäß verlegten Leitungen immer die Gefahr, dass diese Richtlinien nicht beachtet wurden. Deshalb ist ein gesundes Misstrauen vorteilhaft. Insbesondere wird gerne der blaue Außenleiter als Phase verwendet.

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